Wohnbauprogramm kommt voran: 120 neue Wohnungen bis Jahresende
6. September 2019

Wohnbaugipfel Rems-Murr für mehr bezahlbaren Wohnraum

Austausch zwischen Politik und Wirtschaft, kommunaler und privater Wohnungswirtschaft

Der Wohnraummangel ist längst in ländlich geprägten Regionen angekommen. Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum ist eine der großen Herausforderungen der Zeit. Dabei ist Wohnen nicht nur ein elementares Grundbedürfnis des Menschen – fehlender Wohnraum birgt zudem das Risiko, den Fachkräftemangel in unserem Landkreis zu verstärken.

“Diese Herausforderung hat der Rems-Murr-Kreis angenommen. Mit seiner Kreisbaugruppe hat er sich zum Ziel gesetzt, 500 neue bezahlbare Wohnungen bis 2028 zu bauen. Das wird das Problem der Wohnungsnot lindern, aber nicht lösen. Um das zu erreichen werden viele Akteure benötigt: die Kommunen, die meist über die nötigen Bauflächen verfügen, die kommunalen Wohnungsunternehmen sowie die privaten Bauträger”, so Landrat Richard Sigel.

Der Wohnbaugipfel Rems-Murr am 27. September hat alle Akteure rund ums Bauen zusammengebracht. Gemeinsam wurden die teils unterschiedlichen Interessen erörtert und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt.

In Vorträgen und Arbeitsgruppen haben sich die rund 200 Akteure über verschiedene Aspekte zum Thema Wohnbau ausgetauscht: Über Wohnraum als Standortfaktor, über Baulandentwicklung und Bauplatzvergabe sowie Quartiersentwicklung. Die wohnungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen diskutierten die neue Landesbauordnung, die Bauvorhaben vereinfachen soll.

Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Grüne im Landtag, ging auf das Zusammenspiel von Qualität und Quantität bei der Schaffung von Wohnraum ein: Qualitativer Wohnungsbau, nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaschutz sollen zusammen gedacht werden.